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Analyseumfang für Abfälle zu Ablagerung auf Deponien

Für Abfälle, die zur Zentraldeponie Altenberge (ZDA) angeliefert werden, gelten die nachfolgend aufgeführten Anforderungen:

1. Jede Anlieferung eines Abfalls ist im Vorfeld mit der EGST abzuklären. Nur Abfälle, für die die EGST eine Annahmeerklärung ausgestellt hat, dürfen auf der Deponie Altenberge abgelagert werden.
2. Zur Entsorgung auf der ZDA dürfen nur inerte, feste Stoffe (z.B. Aschen, Gießereialtsande, Schlacken, Sande, Schlämme, Boden und Bauschutt) angeliefert werden, die die Werte der Deponieverordnung (DepV) vom 27.04.2009 Anhang 3 Tabelle 2 einhalten und die laut Erlass des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein Westfalen vom 6. Dezember 2011 vorgegebenen Grenzwerte unter anderem für KW, BTX, PCB und PAK nicht überschreiten.
3. Die Deponiefähigkeit muss vor der Anlieferung durch eine Deklarationsanalyse nachgewiesen werden. Die Beprobung und Untersuchung muss von einem Institut, das nach § 25 LAbfG für die jeweils abgefragten Parameter zugelassen ist, durchgeführt werden.
4. Die angelieferten Abfälle dürfen nahezu keine Anteile an organischen Substanzen aufweisen (z.B. Grünabfall, Holz, Kunststoff, etc.).
5. Gefährliche Abfälle dürfen nur mit gültigem Entsorgungsnachweis zur Zentraldeponie Altenberge angeliefert werden.
6. Soweit die vorstehenden Kriterien erfüllt sind, ist für alle Abfälle Folgendes zu beachten:
6.1 Beim Transport und beim Ablagern auf der Zentraldeponie Altenberge dürfen keine Staubbelästigungen auftreten.
6.2 Der Abfall muss stichfest sein.
6.3 Die Abfälle dürfen keine langlebigen oder bioakkumulierbaren toxischen Stoffe enthalten.
6.4 Es dürfen sich keine Brand- oder Glutnester in dem Abfall befinden.
6.5 Die angelieferten Abfälle dürfen nicht ausgasen.
6.6 Abfälle aus Feuerungsanlagen müssen abgekühlt sein.
6.7 Abfälle, die sich durch chemische Reaktionen erhitzen können (z.B. Branntkalk) dürfen nur im ausreagierten Zustand angeliefert werden.
6.8 Asbestabfälle und Dämmmaterialien müssen staubdicht (z.B. in Big Bags) verpackt sein.
7. Sind kritische Inhaltsstoffe nachvollziehbar nicht zu erwarten, kann der Untersuchungsumfang eingeschränkt werden. Entsprechende Angaben müssen der Analytik beigefügt sein.
8. Soweit aufgrund der Abfallherkunft weitere Schadstoffparameter für die Beurteilung der zur Ablagerung vorgesehenen Abfälle hinsichtlich einer umweltverträglichen Entsorgung relevant sein können, sind diese ebenfalls zu untersuchen.

Parameter für abzulagernde Abfälle nach Anh. 3, Tab. 2 DepV

  Parameter Zuordnungswerte für die Verwertung auf DK I - ZDI und ZDA I Zuordnungswerte für die Beseitigung auf DK II - ZDA II
1 organischer Anteil des Trockenrückstandes der Originalsubstanz (OS) 2)
1.01 bestimmt als Glühverlust ≤ 3 Masse-% 3) 4) 5) ≤ 5 Masse-% 3) 4) 5)
1.02 bestimmt als TOC ≤ 1 Masse-% 3) 4) 5) ≤ 3 Masse-% 3) 4) 5)
2 Feststoffkriterien
2.01 Summe BTEX (Benzol, Toluol, Ethylbenzol, o-, m-, p-Xylol, Styrol, Cumol) ≤ 50 mg/kg TMG) ≤ 50 mg/kg TMG)
2.02 PCB (Summe der 6 PCB-Kongenere, PCB -28, -52, -101, -138, -153, -180) ≤ 20 mg/kg TMG) ≤ 20 mg/kg TMG)
2.03 Mineralölkohlenwasserstoffe (C 10 bis C 40) ≤ 20.000 mg/kg TMG) ≤ 20.000 mg/kg TMG)
2.04 Summe PAK nach EPA ≤ 250 mg/kg TMG) ≤ 250 mg/kg TMG)
2.06 Säureneutralisationskapazität muss bei gefährlichen Abfällen ermittelt werden7) muss bei gefährlichen Abfällen ermittelt werden7)
2.07 Extrahierbare lipophile Stoffe der OS ≤ 0,4 Masse-%5) ≤ 0,8 Masse-%5)
3 Eluatkriterien
3.01 pH-Wert 8) 5,5 - 13,0 5,5 - 13,0
3.02 DOC 9) ≤ 50 mg/l 3) 10) ≤ 80 mg/l 3) 10) 11)
3.03 Phenole ≤ 0,2 mg/l ≤ 50 mg/l
3.04 Arsen ≤ 0,2 mg/l ≤ 0,2 mg/l
3.05 Blei ≤ 0,2 mg/l ≤ 1 mg/l
3.06 Cadmium ≤ 0,05 mg/l ≤ 0,1 mg/l
3.07 Kupfer ≤ 1 mg/l ≤ 5 mg/l
3.08 Nickel ≤ 0,2 mg/l ≤ 1 mg/l
3.09 Quecksilber ≤ 0,005 mg/l ≤ 0,02 mg/l
3.10 Zink ≤ 2 mg/l ≤ 5 mg/l
3.11 Chlorid 12) ≤ 1.500 mg/l13) ≤ 1.500 mg/l13)
3.12 Sulfat12) ≤ 2.000 mg/l13) ≤ 2.000 mg/l13)
3.13 Cyanide, leicht freisetzbar ≤ 0,1 mg/l ≤ 0,5 mg/l
3.14 Fluorid ≤ 5 mg/l ≤ 15 mg/l
3.15 Barium ≤ 5 mg/l13) ≤ 10 mg/l13)
3.16 Chrom, gesamt ≤ 0,3 mg/l ≤ 1 mg/l
3.17 Molybdän ≤ 0,3 mg/l13) ≤ 1 mg/l13)
3.18 Antimon16) ≤ 0,03 mg/l13) ≤ 0,07 mg/l13)
3.19 Antimon Co- Wert16) ≤ 0,12 mg/l13) ≤ 0,15 mg/l13)
3.20 Selen ≤ 0,03 mg/l13) ≤ 0,05 mg/l13)
3.21 Gesamtgehalt an gelösten Feststoffen ≤ 3.000 mg/l ≤ 6.000 mg/l

 

Erläuterung der Fußnoten:

G) Grenzwert gemäß Deponiegenehmigung
2) Nummer 1.01 kann gleichwertig zu Nummer 1.02 angewandt werden.
3) Eine Überschreitung des Zuordnungswertes ist mit Zustimmung der zuständigen Behörde bei Bodenaushub (Abfallschlüssel 17 05 04 und 20 02 02 nach der Anlage zur Abfallverzeichnis-Verordnung) und bei Baggergut (Abfallschlüssel 17 05 06 nach der Anlage zur Abfallverzeichnis-Verordnung) zulässig, wenn
a) die Überschreitung ausschließlich auf natürliche Bestandteile des Bodenaushubes oder des Baggergutes zurückgeht,
b) sonstige Fremdbestandteile nicht mehr als 5 Volumenprozent ausmachen,
c) auf der Deponie, dem Deponieabschnitt oder dem gesonderten Teilabschnitt eines Deponieabschnitts ausschließlich nicht gefährliche Abfälle abgelagert werden und
d) das Wohl der Allgemeinheit – gemessen an den Anforderungen dieser Verordnung – nicht beeinträchtigt wird.
4) Der Zuordnungswert gilt nicht für Aschen aus der Braunkohlefeuerung sowie für Abfälle oder Deponieersatzbaustoffe aus Hochtemperaturprozessen, zu letzteren gehören insbesondere Abfälle aus der Verarbeitung von Schlacke, unbearbeitete Schlacke, Stäube und Schlämme aus der Abgasreinigung von Sinteranlagen, Hochöfen, Schachtöfen und Stahlwerken der Eisen- und Stahlindustrie.
5) Gilt nicht für Asphalt auf Bitumenbasis.
7) Nicht erforderlich bei asbesthaltigen Abfällen und Abfällen, die andere gefährliche Mineralfasern enthalten.
8) Abweichende pH-Werte stellen allein kein Ausschlusskriterium dar. Bei Über- oder Unterschreitungen ist die Ursache zu prüfen. Werden jedoch auf Deponien der Klassen I und II gefährliche Abfälle abgelagert, muss deren pH-Wert mindestens 6,0 betragen.
9) Der Zuordnungswert für DOC ist auch eingehalten, wenn der Abfall oder der Deponieersatzbaustoff den Zuordnungswert nicht bei seinem eigenen pH-Wert, aber bei einem pH-Wert zwischen 7,5 und 8,0 einhält.
10) Auf Abfälle oder Deponieersatzbaustoffe auf Gipsbasis nur in den Fällen anzuwenden, wenn sie gemeinsam mit biologisch abbaubaren oder gefährlichen Abfällen abgelagert oder eingesetzt werden.
11) Überschreitungen des DOC bis max. 100 mg/l sind zulässig, wenn auf der Deponie oder dem Deponieabschnitt seit dem 16. Juli 2005 ausschließlich nicht gefährliche Abfälle oder Deponieersatzbaustoffe abgelagert oder eingesetzt werden.
12) Statt der Nummern 3.11 und 3.12 kann Nummer 3.20 angewandt werden.
13) Der Zuordnungswert gilt nicht, wenn auf der Deponie oder dem Deponieabschnitt seit dem 16. Juli 2005 ausschließlich nicht gefährliche Abfälle oder Deponieersatzbaustoffe abgelagert oder eingesetzt werden.
16) Überschreitungen des Antimonwertes nach Nummer 3.18a sind zulässig, wenn der Co-Wert der Perkolationsprüfung bei L/S = 0,1 l/kg nach Nummer 3.18b nicht überschritten wird.

 

Unsere Ansprechpartner für die Ablagerung von Abfällen

 
Anke Robben
Telefon: (02574) 33 99 8-33
Telefax: (02574) 33 99 8-99
E-Mail: anke(dot)robben(at)egst(dot)de
 
Nico Königkrämer
Telefon: (02574) 33 99 8-30
Telefax: (02574) 33 99 8-99

Öffnungszeiten der Deponie Altenberge

Montag bis Freitag: 08.00 – 17.00 Uhr
Samstag: 08.00 – 12.00 Uhr
 
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